Kategorie: Bioprotection-Erfolge
Geschichten von Landwirten, die Bioprotektionsmethoden zur Schädlingsbekämpfung und Ertragssteigerung einsetzen.
Almería in Spanien ist eine der größten Gewächshausregionen der Welt. Sie exportiert Tomaten, Paprika, Gurken und mehr und produziert jährlich rund 3 Millionen Tonnen Produkte. Anfang der 2000er Jahre Die Region war stark auf Breitband-Pestizide angewiesen, die zahlreiche Organismen töten können. Unter diesen Pestiziden befanden sich einige, die als hochgefährlich eingestuft wurden, was bedeutet, dass sie ein hohes Risiko für die Umwelt und die menschliche Gesundheit darstellen.
Schädlingsprobleme in Gewächshäusern
Die Geschlossenheit von Gewächshäusern macht sie zu einem idealen Nährboden für Schädlinge. Die feuchten und warmen Temperaturen verschlimmern zudem den Schädlingsbefall. In Almería wurden traditionell chemische Pestizide zur Bekämpfung von Schädlingsproblemen eingesetzt. Der übermäßige Einsatz dieser Pestizide führte jedoch zu Resistenzen bei wichtigen Schädlingen wie Bemisia tabaci (Weiße Fliege) und Absolutes Tuta (Tomatenminiermotte), wodurch diese Produkte unbrauchbar wurden. Darüber hinaus beseitigten die Pestizide natürliche Feinde, was das Schädlingsproblem verschärfte.
Auch Exportmärkte lehnten zunehmend Produkte mit Pestizidrückständen ab. Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Gesundheitsrisiken dieser Rückstände führen dazu, dass Märkte häufig Höchstmengen für Rückstände (MRLs) durchsetzen und Produkte, die diese Werte überschreiten, ablehnen. Diese Situation veranlasste die Erzeuger, nach Lösungen zu suchen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die Umstellung auf biologische Schädlingsbekämpfung
Um die Probleme der Pestizidresistenz und der Rückstände zu lösen, führten die Erzeuger Biokontrollmittel. Diese enthielten encarsia formosa, eine parasitäre Wespe für Weiße Fliegen, und Nesidiocoris tenuis, ein Fressfeind von Miniermotten, Weißen Fliegen und Thripsen. Sie begannen auch, integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM)-Praktiken wie Klebefallen, physische Barrieren und Überwachung. Entscheidend ist, dass sie den Einsatz hochgefährlicher Pestizide reduzierten oder ganz eliminierten.
Was dies für Gewächshausgärtner bedeutete
Die Schädlingsbekämpfung in der Region wurde nachhaltiger und kostengünstiger. Der geringere Einsatz von Pestiziden ermöglichte einen natürlichen Ansatz zur Schädlingsbekämpfung, ohne Resistenzen zu entwickeln oder die Umwelt zu schädigen. Dies trug dazu bei, die Inputkosten zu senken und die Erträge zu steigern. Darüber hinaus werden Almerías Produkte nun rückstandsfrei vermarktet, was hochwertige Exportmärkte erschließt. Almeria gilt heute als einer der führenden europäischen Standorte für die Einführung des integrierten Schädlingsmanagements (IPM).
Zusammenfassend
Die biologische Schädlingsbekämpfung ist dann erfolgreich, wenn auf Pestizide – insbesondere hochgefährliche – verzichtet wird. In Almería entdeckten Landwirte, dass biologische Schädlingsbekämpfungsmittel eine wirksame Schädlingsbekämpfung ermöglichen, wenn natürliche Feinde geschützt sind. Dies verringerte den Bedarf an chemischen Mitteln und ermöglichte Kosteneinsparungen.